Nicht jede grüne Fläche ist automatisch eine Wiese. Zwischen einem gepflegten Golfrasen und einer artenreichen Wiese gibt es große Unterschiede, obwohl auf beiden Gräser wachsen.
Grasfläche ist nicht gleich Grasfläche
Welche unterschiedlichen Wiesenarten gibt es? Worin unterscheiden sie sich und ihre Bewirtschaftungsformen? All diese Fragen wurden im Theorieteil des dritten Moduls unserer Fortbildungsreihe „Landschaft anpacken” beantwortet. Dazu gab es ein Quiz, bei dem die Teilnehmenden anhand einer Broschüre herausfinden sollten, welche Arten auf welchen Wiesentypen vorkommen.
Selbst anpacken bei der Landschaftspflege
Anschließend wurde bei der praktischen Landschaftspflege selbst Hand angelegt. Es gab drei Gruppen, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des nachmittags durchliefen. Gruppe 1 arbeitete mit dem Freischneider, Gruppe 2 mit dem Balkenmäher und Gruppe 3 unternahm eine botanische Exkursion. Unterstützt wurden die Organisatorinnen vom Dienstleister, der das wertvolle Naturschutzgebiet „Eutergrund bei Bullau” bewirtschaftet.
Grenzübergreifendes Naturschutzgebiet
Das Besondere an diesem Naturschutzgebiet ist seine grenzübergreifende Lage: Es erstreckt sich über den Landkreis Miltenberg in Bayern und den Odenwaldkreis in Hessen. Somit zeigt sich auch in der Fläche, was bei der gesamten Fortbildung sehr gut funktioniert: die landkreisübergreifende Zusammenarbeit. Denn der Natur sind Grenzen ohnehin egal.
Orientierung im Förderdschungel
Es gibt einige Fördermöglichkeiten für Naturschutzmaßnahmen. Diese unterscheiden sich teils stark voneinander und hängen beispielsweise vom Antragsteller, der Fläche und dem Bundesland ab. Die Veranstalterinnen gaben einen groben Überblick über die Möglichkeiten in beiden Bundesländern und den Hinweis: „Am besten wendet ihr euch bei Fragen an euren zuständigen Landschaftspflegeverband – wir helfen euch gerne.“
Im November geht es im Kreis Bergstraße mit dem Thema „Streuobst” weiter.